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Ratgeber · § 26a WEG

Zertifizierter Verwalter Kosten: IHK-Gebühr + Vorbereitung im Vergleich

Von Lukas Schmitz · 16. Juni 2026 · 16 Min. Lesezeit

Zertifizierter Verwalter Kosten: IHK-Gebühr + Vorbereitung im Vergleich

Was kostet der zertifizierte Verwalter wirklich? Die ehrliche Gesamtrechnung

Du willst den Titel „zertifizierter Verwalter" nach § 26a WEG – und googelst die Kosten. Was du findest, ist ein Flickenteppich: Die IHK nennt nur ihre Prüfungsgebühr. Der Kursanbieter nennt nur seinen Lehrgangspreis. Beide tun so, als wäre das die ganze Geschichte. Ist es nicht.

Die ehrliche Antwort lautet: Es hängt davon ab, wie du dich vorbereitest. Zwischen „rund 300 Euro" und „über 3.000 Euro" liegt der gesamte realistische Korridor – und der Unterschied ist nicht die Prüfung, sondern der Weg dorthin. Dazu kommen zwei Dinge, die fast nie jemand mit aufschreibt: Was passiert kostenmäßig, wenn du durchfällst? Und – ehrlich gefragt – brauchst du die Prüfung überhaupt, oder bist du nach § 7 ZertVerwV längst befreit und zahlst null Euro?

Genau diese Lücke füllt dieser Artikel. Wir stapeln alle Kostenblöcke an einem Ort: IHK-Gebühr, Vorbereitung (von der 18-Euro-Broschüre bis zum Präsenzlehrgang), Wiederholung, der 0-Euro-Fall und am Ende Steuer plus Förderung. Alle Preise mit Stand Juni 2026, alle Quellen unten verlinkt. Damit du am Ende nicht nur weißt, was es kostet, sondern was es für dich kostet.

Die Gesamtübersicht auf einen Blick

Bevor wir ins Detail gehen, hier die Kostenblöcke kompakt nebeneinander. Lies die Tabelle als Baukasten: Deine Gesamtkosten sind die Summe aus „IHK-Prüfungsgebühr" plus genau einem der drei Vorbereitungs-Wege – plus optional eine Wiederholung.

KostenblockSpannePflicht?Anmerkung
IHK-Prüfungsgebühr (schriftlich + mündlich)ca. 224–350 €ja, außer bei Befreiungregional, kein Festpreis; richtet sich nach dem Gebührentarif der jeweiligen IHK
Vorbereitung – Selbststudium (Bücher/Material)ca. 0–190 €neinGesetzestext gratis; Standardlehrbuch 189 €
Vorbereitung – Online-/E-Learning-Kursca. 490–690 €neinMarktpreise, variieren; wiprax-Aktion zeitweise 397 € (regulär 1.197 €)
Vorbereitung – Präsenz-/Blended-Lehrgangca. 1.450–2.790 €neinPräsenz-Crashkurs bis Blended-Lehrgang (Live-Online-Crashkurs ab 950 €)
Wiederholung bei Nichtbestehen+ ca. 145–205 €nur im Bedarfsfallviele IHKs berechnen die Wiederholung günstiger; Vorbereitung fällt i. d. R. nicht erneut an
Befreiung nach § 7 ZertVerwV0 €für vier gleichgestellte Gruppen entfällt die Prüfung komplett

Du siehst sofort: Der eine fixe Block ist die IHK-Gebühr. Alles andere entscheidest du selbst. Die größte Stellschraube deiner Gesamtkosten ist also nicht die Behörde – sondern wie viel Vorbereitung du einkaufst. Schauen wir uns jeden Block einzeln an.

Die IHK-Prüfungsgebühr

Fangen wir mit dem Block an, an dem du nicht vorbeikommst (außer du bist befreit – dazu später). Die Prüfung zum zertifizierten Verwalter nimmt deine zuständige IHK ab, und sie kostet Gebühren. Wichtig vorweg, weil im Netz oft Unsinn steht: Es gibt keinen bundeseinheitlichen Festpreis. Jede IHK hat ihren eigenen Gebührentarif, und der ändert sich – vielerorts gelten seit dem 01.01.2025 neue Gebührenordnungen.

Realistisch bewegt sich die Gesamtprüfung (schriftlicher plus mündlicher Teil) je nach IHK bei rund 224 bis 350 Euro (Stand Juni 2026). Ein paar konkrete Beispiele, damit du eine Vorstellung bekommst:

IHKGesamtprüfungWiederholung
IHK Düsseldorfca. 224 €
IHK Bonn/Rhein-Sieg248 €145 €
IHK Hochrhein-Bodensee (Konstanz)265 €151 €
IHK Frankfurt am Main305 €205 € (mündlicher Teil)
IHK München/Oberbayernrund 350 €

Diese Beträge gelten genau für die jeweils genannte IHK – übertrag sie also nicht eins zu eins auf deine eigene. Maßgeblich ist immer der am Prüfungstag gültige Gebührentarif deiner zuständigen Kammer. Ruf im Zweifel kurz dort an oder schau auf deren Seite. Aber als Orientierung kannst du mit einem mittleren dreistelligen Betrag rechnen, und du liegst selten daneben.

Wenn du durchfällst: Was kostet die Wiederholung?

Erst die gute Nachricht: § 6 ZertVerwV setzt keine Versuchsbegrenzung. Du kannst die Prüfung beliebig oft wiederholen – niemand sperrt dich nach dem zweiten oder dritten Anlauf. Das nimmt enorm Druck raus.

Die weniger gute: Jede Wiederholung kostet erneut Gebühr. Hier zeigt sich eine erfreuliche Praxis vieler IHKs – sie berechnen die Wiederholung günstiger als die Erstprüfung, häufig weil nur ein Teil neu abgelegt werden muss. In den Beispielen oben siehst du das deutlich: Bonn 145 € statt 248 €, Konstanz 151 € statt 265 €, Frankfurt 205 € für die Wiederholung des mündlichen Teils. Das ist allerdings eine kammerabhängige Handhabung, keine bundesweite Norm – wie genau deine IHK eine Wiederholung abrechnet, steht in deren Gebührentarif. Plane im Kopf trotzdem einen Puffer von rund 150 bis 200 Euro für den Fall der Fälle ein. Deine Vorbereitungskosten – Buch oder Kurs – fallen bei einer Wiederholung normalerweise nicht noch einmal an.

Die Vorbereitung: vom 0-Euro-Selbststudium bis zum 2.790-€-Präsenzlehrgang

Jetzt zum Block, der über deine Gesamtkosten wirklich entscheidet. Hier reicht die belegte Marktspanne von praktisch null (du liest nur den Gesetzestext) bis zu 2.790 Euro netto für einen Blended-Lehrgang. Drei Wege, plus die App-Route. Ich sortiere sie von günstig nach teuer.

Selbststudium und Bücher

Der günstigste Weg überhaupt. Den reinen Gesetzestext – WEG und ZertVerwV – liest du auf gesetze-im-internet.de kostenlos. Wer strukturiert lernen will, greift zu Lehrmaterial:

MaterialPreis (Stand Juni 2026)
Gesetzestext (WEG, ZertVerwV), gesetze-im-internet.dekostenlos
DIHK-Bildung-Leitfaden-Broschüre17,89 €
Übungsbögen (Kovac, Amazon)ca. 49 €
Lehrbuch (Kovac, Amazon)ca. 59 €
Komplettset (Kovac, Amazon)ca. 98 €
Haufe-Standardlehrbuch „Zertifizierter Verwalter" (Elzer/Blankenstein, 2. Aufl. 2025)189 €

Mit einem Buch zwischen rund 60 und 190 Euro bist du dabei. Das Selbststudium passt zu dir, wenn du Disziplin mitbringst, dir den Stoff selbst einteilen kannst und keine Begleitung brauchst. Der Haken: Ein Buch korrigiert dich nicht, stellt dir keine prüfungsnahen Fragen und sagt dir nicht, wo du noch wackelst. Du trägst die gesamte Struktur selbst.

Online- und E-Learning-Kurse

Die mittlere Preisklasse, und für viele der vernünftige Kompromiss aus Anleitung und Budget. Hier ein Überblick echter Anbieterpreise (Marktpreise mit Stand Juni 2026 – sie variieren, also prüfe sie vor der Buchung direkt beim Anbieter):

AnbieterPreisForm
EBZ Akademie690 €4,5-tägiges Online-Seminar + E-Learning
Akademie für Finanzberatungab 490 € (E-Learning, zzgl. USt.) / 1.395 € (mit Live-Seminaren)Online
Deutsche Makler Akademie1.290 €Online (in BW ESF-Förderung bis 70 % möglich)
Verwalter Wissen / EXINA1.290 €reines E-Learning
wipraxregulär 1.197 €, aktuell 397 € mit AktionscodeOnline-Selbstlernkurs

Zwei wichtige Hinweise, damit du keine Falle übersiehst. Erstens: Der wiprax-Preis von 397 Euro ist ein Aktionspreis – regulär kostet der Kurs 1.197 Euro. Aktionspreise sind flüchtig; verlass dich nicht darauf, dass er morgen noch gilt. Zweitens, und das verwechseln viele: Bei Verwalter Wissen / EXINA gibt es optional einen Online-Abschlusstest mit IHK-Zertifikat für 300 Euro. Das ist nicht die § 26a-IHK-Prüfung. Es ist ein anbietereigener Test mit einem anderen Zertifikat. Den amtlichen Titel „zertifizierter Verwalter" nach § 26a WEG bekommst du nur über die Prüfung bei deiner IHK.

Bei fast allen Kursen gilt außerdem: Die IHK-Gebühr ist nicht enthalten. Sie kommt obendrauf.

Präsenz- und Blended-Lehrgänge

Die teuerste, aber auch betreuungsintensivste Variante – mit Dozent, festem Zeitplan und oft Präsenztagen:

AnbieterPreisForm
IHK Akademie München (Crashkurs)950 € Live-Online / 1.450 € Präsenz3 Tage
Haufe Akademie2.790 € netto (3.320,10 € inkl. MwSt.)Blended, 5,5 Tage

Auch hier: Die IHK-Prüfungsgebühr ist bei diesen Lehrgängen nicht im Preis enthalten. Ein Präsenz- oder Blended-Lehrgang lohnt sich, wenn du den Austausch mit Dozent und Gruppe brauchst, dich ein fester Termin zum Dranbleiben zwingt oder dein Arbeitgeber die Fortbildung ohnehin bezahlt. Für die meisten Selbstzahler ist es die kostspieligste Tür zum selben Ziel.

Lexam als App-Route

Zwischen „einsames Buch" und „teurer Präsenzlehrgang" klafft eine Lücke – und die füllt Lexam. Du lernst strukturiert per App, in deinem Tempo, ohne festen Termin, aber eben nicht allein gelassen mit einem PDF.

Lexam kostet einmalig pro Prüfung, kein Abo: Basis 99 €, Profi 149 €, Premium 299 €. Für § 26a bekommst du einen persönlichen Lernplan, 676 prüfungsnahe Fragen und eine Prüfungssimulation. Die erste Lektion jedes Themas ist gratis, du kannst also kostenlos reinschauen, bevor du dich entscheidest. Premium kommt mit Bestehensgarantie – fällst du nach abgeschlossenem Lernplan und mit Nachweis durch, gibt's das Geld zurück. Alle Details findest du auf der Preise-Seite.

Ehrlich eingeordnet: Lexam ist nicht das absolut Billigste am Markt – eine 18-Euro-Broschüre unterbietet jeden App-Preis. Aber die Broschüre hat keinen Lernplan, keine Fragendatenbank und keine Simulation. Lexam liegt deutlich unter jedem Präsenzlehrgang (bis 2.790 €) und auf Augenhöhe mit oder unter den günstigsten Online-Kursen – bei mehr Struktur als ein bloßer Selbstlern-Login. Wenn du die § 26a-Prüfung mit Lexam vorbereiten willst, ist das die preiswerte, geführte Selbstlern-Route.

Die Gesamtrechnung: 3 realistische Szenarien

Jetzt setzen wir die Blöcke zusammen. Hier drei Szenarien, die den ganzen Korridor abbilden – Vorbereitung plus IHK-Gebühr, gerechnet mit den Zahlen von oben.

Szenario A – Sparfuchs (Selbststudium + nur IHK-Gebühr). Du lernst mit Buch und Gesetzestext, gehst direkt zur Prüfung. Material rund 60–190 € + IHK-Gebühr ca. 224–350 € → rund 300 bis 540 Euro insgesamt. Der günstigste vollständige Weg zum Titel. Voraussetzung: viel Eigendisziplin.

Szenario B – Geführt und budgetbewusst (Online-Kurs + IHK-Gebühr). Du buchst einen Online-/E-Learning-Kurs für Struktur und Anleitung. Kurs rund 490–690 € + IHK-Gebühr ca. 224–350 € → rund 710 bis 1.040 Euro insgesamt. Der vernünftige Mittelweg für die meisten Selbstzahler. (Eine App-Route wie Lexam mit 99–299 € plus Gebühr landet sogar darunter.)

Szenario C – Volle Betreuung (Präsenz-/Blended-Lehrgang + IHK-Gebühr). Du nimmst einen Crashkurs oder Blended-Lehrgang mit Dozent. Lehrgang rund 1.450–2.790 € + IHK-Gebühr ca. 224–350 € → rund 1.700 bis 3.150 Euro insgesamt. Maximale Begleitung, maximaler Preis – oft die Wahl, wenn der Arbeitgeber zahlt.

Und der Fall, den keiner einplant – eine Wiederholung. Fällst du durch, kommt die reduzierte Wiederholungsgebühr obendrauf (z. B. +145 € in Bonn, +151 € in Konstanz, +205 € für den mündlichen Teil in Frankfurt). Deine Vorbereitungskosten zahlst du dabei in der Regel kein zweites Mal. Selbst im teuersten Pfad reden wir also über ein paar Hundert Euro extra, nicht über eine zweite Lehrgangsgebühr.

Der 0-Euro-Fall: Befreiung nach § 7

Bevor du irgendetwas buchst, prüf eine Sache – sie kann dir den kompletten Aufwand sparen. § 7 ZertVerwV stellt bestimmte Qualifikationen dem zertifizierten Verwalter gleich. Wer dazugehört, braucht keine Prüfung und zahlt null Euro für den Titel. Gleichgestellt sind:

  • Personen mit Befähigung zum Richteramt (Volljuristinnen und Volljuristen),
  • Immobilienkaufleute bzw. Kaufleute der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft,
  • Geprüfte Immobilienfachwirtinnen und -fachwirte,
  • Personen mit einem Hochschulabschluss mit immobilienwirtschaftlichem Schwerpunkt.

Trifft eine dieser vier Gruppen auf dich zu, ist die ganze Kostenfrage für dich erledigt – du darfst dich ohne Prüfung als zertifiziert geltend machen. Es lohnt sich also wirklich, das zuerst zu klären, bevor du Geld in Kurse steckst. Triffst du keine der Gruppen, führt dein Weg über die Prüfung – und damit zurück zu den Szenarien oben.

Eine Zahl zur Einordnung, die durchs Netz geistert: Der Verband VDIV hat für die Einführungsphase geschätzt, dass über die reine Gebühr (damals rund 340 €) hinaus etwa 1.400 Euro Zusatzkosten je Prüfling anfallen – also Kurse, Freistellung und Co. Das ist eine Verbands-Schätzung aus der Anfangszeit, keine heutige Gebühr und kein Festpreis. Sie zeigt aber, in welche Richtung die Gesamtkosten gehen können, wenn man den vollen Lehrgangsweg geht.

Kosten senken: Steuer und Förderung

Der Bruttopreis ist selten das, was am Ende wirklich an dir hängen bleibt. Zwei Hebel solltest du kennen – beide mit dem ehrlichen Vorbehalt: Das ist keine verbindliche Steuerberatung, und es kommt auf deinen Einzelfall an.

Steuerlich absetzen. Lehrgangsentgelte und die IHK-Gebühr zählen zu den Fortbildungskosten und sind grundsätzlich absetzbar – als Werbungskosten, wenn du angestellt bist, als Betriebsausgaben, wenn du selbstständig bist. Auch Fahrt- und Nebenkosten lassen sich grundsätzlich ansetzen. „Grundsätzlich" heißt: im Regelfall ja, aber die konkrete Anerkennung klärst du mit Steuerberater oder Finanzamt.

Förderung. Ein Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist möglich – etwa wenn du arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht bist oder keinen Berufsabschluss hast. Voraussetzung: Träger und Lehrgang sind AZAV-zertifiziert und der Lehrgang umfasst mehr als 120 Unterrichtsstunden. Ob ein konkreter Verwalter-Lehrgang diese Schwelle erfüllt, hängt vom Anbieter ab und ist Einzelfallsache – frag den Anbieter direkt. Daneben gibt es anbieter- und bundeslandabhängige Zuschüsse: in Baden-Württemberg etwa ein ESF-Zuschuss bis zu 70 %, oder 10 % Rabatt für Mitglieder von VDIV/BVI bei einzelnen Anbietern.

Unter dem Strich kann ein nominell teurer Lehrgang nach Steuer und Förderung deutlich näher an die günstigen Wege rücken. Rechne deshalb nie nur mit dem Listenpreis.

Was lohnt sich für wen?

Keine Patentlösung – aber eine ehrliche Empfehlung nach Typ:

Du bist diszipliniert und hast Vorwissen aus der Immobilienbranche. Selbststudium mit dem Standardlehrbuch (rund 189 €) plus IHK-Gebühr reicht oft. Gesamtkosten im Bereich von 300 bis 540 €. Du brauchst niemanden, der dich an die Hand nimmt – nur den Stoff und einen Plan.

Du willst Struktur, aber keinen vierstelligen Lehrgang. Hier ist die App-Route stark. Lexam gibt dir Lernplan, 676 prüfungsnahe Fragen und Simulation für 99–299 € einmalig – plus IHK-Gebühr landest du klar im unteren bis mittleren Hunderter-Bereich und damit unter den meisten Online-Kursen. Teste die erste Lektion jedes Themas gratis und entscheide dann. Wenn du die Prüfung zum zertifizierten Verwalter ernsthaft und planvoll angehen willst, ohne dein Budget zu sprengen, ist das der Sweet Spot.

Du lernst nur in der Gruppe oder dein Arbeitgeber zahlt. Dann ist ein Präsenz- oder Blended-Lehrgang legitim – die 1.700 bis 3.150 € sind gut investiert, wenn fester Termin und Dozent dich überhaupt erst ans Ziel bringen, oder wenn ohnehin die Firma die Rechnung übernimmt.

Und der wichtigste Check zuerst: Bist du nach § 7 befreit? Dann gib gar nichts aus. Kein Kurs der Welt lohnt sich, wenn du die Prüfung gar nicht brauchst.

Häufige Fragen

Was kostet die Prüfung zum zertifizierten Verwalter bei der IHK? Es gibt keinen bundeseinheitlichen Festpreis. Je nach IHK kostet die Gesamtprüfung (schriftlich plus mündlich) rund 224 bis 350 € (Stand Juni 2026). Beispiele: IHK Düsseldorf ca. 224 €, Bonn/Rhein-Sieg 248 €, Hochrhein-Bodensee (Konstanz) 265 €, Frankfurt am Main 305 €, München/Oberbayern rund 350 €. Maßgeblich ist der am Prüfungstag gültige Gebührentarif deiner zuständigen IHK.

Was kostet ein Vorbereitungskurs zum zertifizierten Verwalter? Die belegte Marktspanne reicht von rund 397–490 € für Online-/E-Learning-Kurse bis 2.790 € netto für einen Blended-Lehrgang (Stand Juni 2026, Preise variieren). Beispiele: EBZ Akademie 690 € (Online), Deutsche Makler Akademie 1.290 € (Online), IHK Akademie München 950 € Live-Online bzw. 1.450 € Präsenz (Crashkurs), Haufe Akademie 2.790 € netto (Blended). Der wiprax-Preis von 397 € ist ein flüchtiger Aktionspreis (regulär 1.197 €). Die IHK-Gebühr ist bei fast allen Kursen nicht enthalten.

Wie hoch sind die Gesamtkosten für den zertifizierten Verwalter? Das hängt am Vorbereitungsweg. Selbststudium plus IHK-Gebühr: rund 300–540 €. Online-Kurs plus Gebühr: rund 710–1.040 €. Präsenz-/Blended-Lehrgang plus Gebühr: rund 1.700–3.150 €. Eine App-Route wie Lexam (99–299 € einmalig) plus Gebühr liegt im unteren bis mittleren Hunderter-Bereich.

Lohnt sich ein Vorbereitungskurs oder reicht Selbststudium? Kommt auf dich an. Bringst du Disziplin und Vorwissen aus der Immobilienbranche mit, reicht oft Selbststudium mit dem Standardlehrbuch (rund 189 €) plus Gebühr. Willst du Struktur, prüfungsnahe Fragen und eine Simulation, ohne einen vierstelligen Lehrgang zu zahlen, ist eine App-Route ein guter Mittelweg. Einen teuren Präsenzlehrgang brauchst du vor allem, wenn du den Austausch in der Gruppe willst oder dein Arbeitgeber zahlt.

Was kostet eine Wiederholung der Prüfung, wenn man durchfällt? § 6 ZertVerwV erlaubt die Wiederholung beliebig oft – es gibt keine Versuchsbegrenzung. Jede Wiederholung kostet erneut Gebühr, viele IHKs berechnen sie aber günstiger als die Erstprüfung, oft weil nur ein Teil neu abgelegt wird: z. B. 145 € in Bonn, 151 € in Konstanz, 205 € für den mündlichen Teil in Frankfurt. Wie genau deine IHK abrechnet, steht in deren Gebührentarif. Deine Vorbereitungskosten fallen bei einer Wiederholung in der Regel nicht erneut an.

Wer ist von der Prüfung befreit und zahlt dann 0 Euro? Nach § 7 ZertVerwV sind vier Gruppen gleichgestellt und brauchen keine Prüfung: Personen mit Befähigung zum Richteramt (Volljuristen), Immobilienkaufleute bzw. Kaufleute der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, Geprüfte Immobilienfachwirte sowie Personen mit Hochschulabschluss mit immobilienwirtschaftlichem Schwerpunkt. Für sie entfällt die Prüfung – und damit jede Gebühr.

Kann man die Kosten für den zertifizierten Verwalter steuerlich absetzen? Grundsätzlich ja. Lehrgangsentgelte und IHK-Gebühr zählen zu den Fortbildungskosten und sind als Werbungskosten (Angestellte) bzw. Betriebsausgaben (Selbstständige) absetzbar, ebenso Fahrt- und Nebenkosten. Zusätzlich kommt unter Voraussetzungen ein Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit in Betracht (AZAV-zertifizierter Träger/Lehrgang, mehr als 120 Unterrichtsstunden). Die konkrete Anerkennung ist Einzelfallsache – kläre sie mit Steuerberater, Finanzamt oder der Agentur für Arbeit.

Wer trägt die Kosten – der Verwalter oder die Eigentümergemeinschaft? In der Praxis trägt sie meist der Verwalter selbst bzw. sein Arbeitgeber, also die Hausverwaltung, als – absetzbare – Fortbildung. Die Wohnungseigentümergemeinschaft hat nach § 19 WEG zwar Anspruch darauf, von einem zertifizierten Verwalter verwaltet zu werden, finanziert dessen Zertifizierung aber regelmäßig nicht. Das ist die übliche Praxis, keine starre gesetzliche Vorgabe – im Einzelfall kann es vertraglich anders geregelt sein.

Quellen

Häufige Fragen

Was kostet die Prüfung zum zertifizierten Verwalter bei der IHK?

Es gibt keinen bundeseinheitlichen Festpreis. Je nach IHK kostet die Gesamtprüfung (schriftlich plus mündlich) rund 224 bis 350 € (Stand Juni 2026). Beispiele: IHK Düsseldorf ca. 224 €, Bonn/Rhein-Sieg 248 €, Hochrhein-Bodensee (Konstanz) 265 €, Frankfurt am Main 305 €, München/Oberbayern rund 350 €. Maßgeblich ist der am Prüfungstag gültige Gebührentarif deiner zuständigen IHK.

Was kostet ein Vorbereitungskurs zum zertifizierten Verwalter?

Die belegte Marktspanne reicht von rund 397–490 € für Online-/E-Learning-Kurse bis 2.790 € netto für einen Blended-Lehrgang (Stand Juni 2026, Preise variieren). Beispiele: EBZ Akademie 690 € (Online), Deutsche Makler Akademie 1.290 € (Online), IHK Akademie München 950 € Live-Online bzw. 1.450 € Präsenz (Crashkurs), Haufe Akademie 2.790 € netto (Blended). Der wiprax-Preis von 397 € ist ein flüchtiger Aktionspreis (regulär 1.197 €). Die IHK-Gebühr ist bei fast allen Kursen nicht enthalten.

Wie hoch sind die Gesamtkosten für den zertifizierten Verwalter?

Das hängt am Vorbereitungsweg. Selbststudium plus IHK-Gebühr: rund 300–540 €. Online-Kurs plus Gebühr: rund 710–1.040 €. Präsenz-/Blended-Lehrgang plus Gebühr: rund 1.700–3.150 €. Eine App-Route wie Lexam (99–299 € einmalig) plus Gebühr liegt im unteren bis mittleren Hunderter-Bereich.

Lohnt sich ein Vorbereitungskurs oder reicht Selbststudium?

Kommt auf dich an. Bringst du Disziplin und Vorwissen aus der Immobilienbranche mit, reicht oft Selbststudium mit dem Standardlehrbuch (rund 189 €) plus Gebühr. Willst du Struktur, prüfungsnahe Fragen und eine Simulation, ohne einen vierstelligen Lehrgang zu zahlen, ist eine App-Route ein guter Mittelweg. Einen teuren Präsenzlehrgang brauchst du vor allem, wenn du den Austausch in der Gruppe willst oder dein Arbeitgeber zahlt.

Was kostet eine Wiederholung der Prüfung, wenn man durchfällt?

§ 6 ZertVerwV erlaubt die Wiederholung beliebig oft – es gibt keine Versuchsbegrenzung. Jede Wiederholung kostet erneut Gebühr, viele IHKs berechnen sie aber günstiger als die Erstprüfung, oft weil nur ein Teil neu abgelegt wird: z. B. 145 € in Bonn, 151 € in Konstanz, 205 € für den mündlichen Teil in Frankfurt. Wie genau deine IHK abrechnet, steht in deren Gebührentarif. Deine Vorbereitungskosten fallen bei einer Wiederholung in der Regel nicht erneut an.

Wer ist von der Prüfung befreit und zahlt dann 0 Euro?

Nach § 7 ZertVerwV sind vier Gruppen gleichgestellt und brauchen keine Prüfung: Personen mit Befähigung zum Richteramt (Volljuristen), Immobilienkaufleute bzw. Kaufleute der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, Geprüfte Immobilienfachwirte sowie Personen mit Hochschulabschluss mit immobilienwirtschaftlichem Schwerpunkt. Für sie entfällt die Prüfung – und damit jede Gebühr.

Kann man die Kosten für den zertifizierten Verwalter steuerlich absetzen?

Grundsätzlich ja. Lehrgangsentgelte und IHK-Gebühr zählen zu den Fortbildungskosten und sind als Werbungskosten (Angestellte) bzw. Betriebsausgaben (Selbstständige) absetzbar, ebenso Fahrt- und Nebenkosten. Zusätzlich kommt unter Voraussetzungen ein Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit in Betracht (AZAV-zertifizierter Träger/Lehrgang, mehr als 120 Unterrichtsstunden). Die konkrete Anerkennung ist Einzelfallsache – kläre sie mit Steuerberater, Finanzamt oder der Agentur für Arbeit.

Wer trägt die Kosten – der Verwalter oder die Eigentümergemeinschaft?

In der Praxis trägt sie meist der Verwalter selbst bzw. sein Arbeitgeber, also die Hausverwaltung, als – absetzbare – Fortbildung. Die Wohnungseigentümergemeinschaft hat nach § 19 WEG zwar Anspruch darauf, von einem zertifizierten Verwalter verwaltet zu werden, finanziert dessen Zertifizierung aber regelmäßig nicht. Das ist die übliche Praxis, keine starre gesetzliche Vorgabe – im Einzelfall kann es vertraglich anders geregelt sein.

Quellen

  1. § 6 ZertVerwV (Wiederholung der Prüfung) gesetze-im-internet.de (abgerufen 2026-06-16)
  2. § 7 ZertVerwV (Befreiung von der Prüfungspflicht) gesetze-im-internet.de (abgerufen 2026-06-16)
  3. Prüfung zum zertifizierten Verwalter – Gebühren IHK Frankfurt am Main (abgerufen 2026-06-16)
  4. Sachkundeprüfung zum Zertifizierten Verwalter – Gebühren IHK Bonn/Rhein-Sieg (abgerufen 2026-06-16)
  5. Prüfung Zertifizierter Verwalter gem. § 26a WEG – Gebühr IHK Hochrhein-Bodensee (abgerufen 2026-06-16)
  6. Zertifizierter Wohnimmobilienverwalter – Fragen & Gebühr IHK München und Oberbayern (abgerufen 2026-06-16)
  7. Einführung Zertifizierter Verwalter – Prüfung & Gebühr IHK Düsseldorf (abgerufen 2026-06-16)
  8. Zertifizierter Verwalter (IHK) – Vorbereitungslehrgang Haufe Akademie (abgerufen 2026-06-16)
  9. Vorbereitung Sachkundeprüfung Zertifizierte/-r Verwalter/-in (Crashkurs) IHK Akademie München (abgerufen 2026-06-16)
  10. Prüfungsvorbereitung Zertifizierte/r Verwalter:in (IHK) gem. § 26a WEG EBZ Akademie (abgerufen 2026-06-16)
  11. Online-Lehrgang zertifizierter Verwalter (IHK) Akademie für Finanzberatung (abgerufen 2026-06-16)
  12. Zertifizierter Verwalter (IHK) – Weiterbildung Deutsche Makler Akademie (abgerufen 2026-06-16)
  13. E-Learning Zertifikatslehrgang Immobilienverwalter (IHK) Verwalter Wissen / EXINA (abgerufen 2026-06-16)
  14. 26a WEG – Vorbereitungskurs zertifizierter Verwalter IHK wiprax (myablefy) (abgerufen 2026-06-16)
  15. Zertifizierter Verwalter – Das komplette Prüfungswissen (Fachbuch) Haufe Shop (abgerufen 2026-06-16)
  16. Zertifizierter Verwalter nach § 26a WEG – Prüfungsvorbereitung (Buchset, Kovac) Amazon.de (abgerufen 2026-06-16)
  17. Prüfungsvorbereitung Zertifizierter Verwalter § 26a WEG (Broschüre) DIHK-Bildung Shop (abgerufen 2026-06-16)
  18. Zertifizierter Verwalter: Was kostet die Prüfungsteilnahme? (VDIV-Schätzung) Haufe (Deutsches Anwalt Office) (abgerufen 2026-06-16)
  19. Fördermöglichkeiten & steuerliche Vorteile bei der Weiterbildung IHK Schleswig-Holstein (abgerufen 2026-06-16)

Autor

Lukas Schmitz

Co-Founder

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