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Glossar · § 34a GewO

Verbale Kommunikation

Übermittlung von Botschaften durch gesprochene oder geschriebene Sprache. Im Sicherheitsdienst: klare, ruhige und respektvolle Ansprache fördert die Kooperation; aggressive oder abwertende Sprache kann Konflikte eskalieren lassen.

Was die Prüfung erwartet

Der Rahmenplan nennt Kommunikationsarten als eigenen Lerninhalt und verortet sie im Baustein Grundlagen der Kommunikation unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede; einzeln aufgeschlüsselt werden die Arten dort nicht. Die IHK erwartet, dass du die gesprochene Sprache als eigene Ebene von der Körpersprache unterscheidest und beide im Dienst bewusst einsetzt.

So funktioniert es

Eine Unfallversicherungs-Publikation zur Deeskalation ordnet aktives Zuhören den verbalen Interventionen zu und stellt ihnen die Interventionen der Körpersprache als zweite Ebene gegenüber, etwa das Vermeiden drohend wirkender Gesten. Deeskalation besteht danach aus Kommunikation und Intervention auf verschiedenen Ebenen, und die gesprochene Sprache ist eine davon.

Für die verbale Ebene gibt dieselbe Quelle eine konkrete Regel vor: mit ruhiger, möglichst tiefer Stimme sprechen. Unter Belastung reagieren Menschen mehr oder weniger automatisiert auf Reize; wer in einer Stresssituation keine Worte findet, kann sich vorher feste Formulierungen zurechtlegen.

Beispiel aus dem Dienst

Am Einlass einer Veranstaltung beschwert sich ein Gast lautstark, weil er ohne gültiges Ticket abgewiesen wird. Statt ihn anzuschreien, sprichst du ihn ruhig und in ganzen Sätzen an, hörst seine Beschwerde bis zum Ende und fasst sie in eigenen Worten zusammen, bevor du die Entscheidung erklärst. Diese verbale Intervention nimmt dem Gespräch die Schärfe, die ein knapper, abweisender Satz hineingetragen hätte.

Nicht zu verwechseln mit …

Nonverbale Kommunikation überträgt Signale ohne Sprache, über Körperhaltung, Mimik, Gestik, Blickkontakt und räumliche Distanz. Verbale Kommunikation trägt dagegen den Inhalt, den du tatsächlich aussprichst; bei einer Deeskalation laufen beide Ebenen gleichzeitig und getrennt voneinander ab.

Typischer Fehler in der Prüfung

Prüflinge verlassen sich allein auf den Wortinhalt und behandeln die Körpersprache als Beiwerk. Tatsächlich sagt sie unter Umständen mehr über die Emotionen aus als die Worte; wer nur an seiner Formulierung feilt, lässt die zweite Ebene unbeachtet.

Rechtsstand: September 2026

Weiterlesen auf der Prüfungsseite Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO).

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