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Glossar · § 34a GewO

W-Fragen (Meldeschema)

Standardschema für vollständige Notrufe und Meldungen: Wer meldet? Was ist geschehen? Wo? Wie viele Betroffene/Verletzte? Warten auf Rückfragen. Sichert, dass Einsatzkräfte alle wesentlichen Informationen erhalten. — z. B. beim Absetzen eines Notrufs nach einem Vorfall im Objekt.

Was die Prüfung erwartet

Die IHK prüft, ob du Notrufe und Vorfallmeldungen strukturiert und vollständig absetzt, damit die Leitstelle oder dein Auftraggeber sofort handeln kann. Geprüft wird sowohl der Ablauf einer Notrufmeldung als auch die Qualität eines schriftlichen Berichts danach. Typische Prüfungsszenarien:

  • In welcher Reihenfolge läuft eine strukturierte Notrufmeldung ab?
  • Welche Angaben gehören in einen vollständigen Unfallbericht?
  • Was macht einen Bericht trotz vollständiger W-Fragen inhaltlich unbrauchbar?

So funktioniert es

DGUV Vorschrift 23 verpflichtet dich, festgestellte Gefahren und getroffene Maßnahmen zu melden — je nach Ereignis per Telefon, Funk oder im Wachbuch. Wie eine solche Meldung inhaltlich aufgebaut sein muss, schreibt die Vorschrift nicht vor; die W-Fragen sind das praktische Schema, mit dem du diese Pflicht im Wachdienst erfüllst.

Es fragt der Reihe nach: Wer meldet, also du und deine Funktion, Was geschehen ist, Wo genau, und Wie viele Personen betroffen oder verletzt sind. Danach hältst du die Verbindung und wartest auf Rückfragen, statt selbst aufzulegen — die Leitstelle steuert von dort das weitere Gespräch.

Beispiel aus dem Dienst

Bei deiner Streife entdeckst du im Parkhaus auf Ebene 2 eine regungslos am Boden liegende Person. Du wählst den Notruf, meldest dich mit Namen und als Wachdienst dieses Objekts, schilderst eine bewusstlose Person, nennst als Ort das Parkhaus auf Ebene 2 neben Aufzug B und gibst eine betroffene Person an. Danach bleibst du in der Leitung, bis die Leitstelle keine Rückfragen mehr hat.

Typischer Fehler in der Prüfung

Drei Fehler tauchen regelmäßig auf:

  • Der Vorfall wird gewertet statt beschrieben, etwa „wirkte aggressiv“ statt „ballte die Fäuste“.
  • Ein „Warum“ wird als zusätzliche Pflichtfrage ergänzt, obwohl es meist selbst eine Interpretation ist.
  • Der Notruf wird bis zur Rücksprache mit dem Vorgesetzten aufgeschoben.

Rechtsstand: September 2026

Weiterlesen auf der Prüfungsseite Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO).

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