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Glossar · § 34a GewO

WaffG (Waffengesetz)

Bundesgesetz, das den Umgang mit Waffen und Munition unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung regelt (§ 1 WaffG). Für Sicherheitsmitarbeiter maßgeblich für Erwerb, Besitz und Führen von Waffen und Reizstoffsprühgeräten.

Rechtsgrundlage § 1 WaffG

Was die Prüfung erwartet

Die IHK prüft, dass du das Waffengesetz als Bundesrecht einordnest, das bundesweit einheitlich gilt — anders als die Polizeigesetze der Länder. Im Rahmenplan hängt das WaffG am Föderalismus-Baustein von Sachgebiet 1. Typische Prüfungsszenarien:

  • Ist das WaffG Bundes- oder Landesrecht?
  • Welche Erlaubnis brauchst du für Erwerb, Besitz oder Führen?
  • Wann erkennt das Gesetz ein Bedürfnis für Bewachungsunternehmer an?

So funktioniert es

§ 1 WaffG regelt den Umgang mit Waffen und Munition unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung; als Waffen gelten Schusswaffen und ihnen gleichgestellte Gegenstände sowie tragbare Gegenstände, die die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen beseitigen oder herabsetzen sollen. Das Gesetz knüpft den Umgang an feste Voraussetzungen: Volljährigkeit ist Grundvoraussetzung, und für die in der Waffenliste genannten Waffen brauchst du zusätzlich eine behördliche Erlaubnis — als Waffenbesitzkarte für Erwerb und Besitz, als eigene Erlaubnis für das Führen.

Für Bewachungsunternehmer erkennt das Gesetz ein Bedürfnis zum Erwerb, Besitz und Führen von Schusswaffen ausdrücklich an, wenn glaubhaft gemachte Bewachungsaufträge dies erfordern — die zentrale Sondervorschrift des § 28 WaffG für dein Gewerbe.

Beispiel aus dem Dienst

Dein Unternehmen übernimmt einen Geldtransport-Auftrag, und du sollst die Fahrten begleiten. Eine Schusswaffe darfst du dabei nur mit waffenrechtlicher Erlaubnis führen. Das dafür nötige Bedürfnis erkennt das Gesetz bei deinem Bewachungsunternehmer an, wenn er glaubhaft macht, dass gerade diese Bewachungsaufträge Schusswaffen erfordern. Fehlt der Nachweis, fährst du unbewaffnet mit — daran ändert auch die Volljährigkeit aller Beteiligten nichts.

Nicht zu verwechseln mit …

Föderalismus beschreibt die Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern; das WaffG ist ein Bundesgesetz und gilt deshalb in jedem Bundesland gleich, während die Polizeigesetze Landesrecht sind und sich von Land zu Land unterscheiden.

Typischer Fehler in der Prüfung

Aus einer Waffenbesitzkarte ein Recht zum Führen ableiten: Die Karte deckt nur Erwerb und Besitz ab — für das Führen in der Öffentlichkeit brauchst du zusätzlich eine eigene Erlaubnis.

Rechtsstand: September 2026

Weiterlesen auf der Prüfungsseite Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO).

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