Auf einen Blick:
- Die IHK-Sachkundeprüfung nach § 34f GewO kostet je nach Kammer zwischen 220 € und 599 €, der Median liegt bei 410 € (IHK-Gebührenmonitor, n = 35 vergleichbare Gebühren, Stand 08.10.2026).
- Nachweislich nehmen 42 von 79 IHKs die Prüfung selbst ab (Gebührenmonitor, Stand 08.10.2026); nach § 2 Abs. 1 FinVermV legst du sie bei einer Kammer ab, die sie anbietet.
- Bei der IHK Berlin kostet die Vollprüfung in drei Kategorien 445 €; mit einer Wiederholung der Vollprüfung sind es 890 € (Seite abgerufen am 26.10.2026).
- Bei Nichtbestehen fällt eine Wiederholungsgebühr an, bei der IHK Berlin in voller Höhe (445 €), bei der IHK Magdeburg 75 % (165 € bei drei Kategorien); die IHK Berlin kennt keine Sperrfrist und erlaubt beliebig viele Wiederholungen.
Du willst wissen, womit du für die 34f-Prüfung rechnen musst, und zwar bei deiner Kammer? Hier steht die Spanne über alle vergleichbaren Kammern, dazu Einzelwerte, die Kosten einer Wiederholung und was sonst noch ins Budget gehört.
Was kostet die 34f-Prüfung bei den IHKs?
Die Sachkundeprüfung nach § 34f GewO kostet je nach Kammer zwischen 220 € und 599 €, der Median liegt bei 410 €. Grundlage ist der Lexam-Gebührenmonitor mit 35 vergleichbaren Gebühren für die vollständige Erstprüfung in allen drei Kategorien, Stand 08.10.2026. Eine Auswahl der Einzelwerte zeigt die Tabelle, alle 35 der Gebührenmonitor.
Der IHK-Gebührenmonitor § 34f vergleicht die Gebühren der Kammern, die die Prüfung selbst anbieten. Die Kammerseiten wurden am 07. und 08.10.2026 geprüft (Version 2026-10). Der Monitor gilt bis 04.02.2027; danach sind die Zahlen neu zu erheben.
| IHK | Vollprüfung, alle drei Kategorien |
|---|---|
| IHK Magdeburg | 220 € |
| IHK Rostock | 260 € |
| IHK Karlsruhe | 270 € |
| IHK Chemnitz | 315 € |
| Handelskammer Hamburg | 390 € |
| IHK Frankfurt am Main | 415 € |
| IHK Berlin | 445 € |
| IHK Düsseldorf | 510 € |
| IHK München und Oberbayern | 520 € |
| IHK Ostwestfalen zu Bielefeld | 540 € |
| IHK Hannover | 553 € |
| IHK zu Köln | 575 € |
| IHK Bergisches Land | 599 € |
Auswahl aus 35 vergleichbaren Gebühren. Quelle: IHK-Gebührenmonitor § 34f GewO, Stand 08.10.2026.
Die Beträge stammen von den Kammerseiten selbst, etwa von der IHK Berlin, der Handelskammer Hamburg und der IHK Frankfurt am Main. Berlin und Hamburg nennen auf ihren Seiten kein Datum der Gebühren. Prüfe den Betrag deshalb vor der Anmeldung noch einmal bei deiner Kammer.
Warum weichen die Gebühren je IHK so stark ab?
Jede Kammer legt die Gebühr selbst fest. So liegen zwischen Magdeburg mit 220 € und dem Bergischen Land mit 599 € volle 379 € für dieselbe gesetzlich geregelte Prüfung. Die Beträge stehen jeweils in der Gebührenordnung oder dem Gebührentarif der einzelnen Kammer.
Die Magdeburger Zahl steht im Gebührentarif ab 2025 der IHK Magdeburg unter Ziffer 4.3.2.1. Den Spitzenwert nennt die IHK Bergisches Land. Bei welchen Kammern du die Prüfung ablegen kannst, steht im Abschnitt zum Prüfungsangebot.
Wie hängt die Gebühr von der Zahl der Kategorien ab?
Die Gebühr steigt meist mit der Zahl der Kategorien, die du prüfen lässt: offene Investmentvermögen, geschlossene Investmentvermögen und Vermögensanlagen. Wie stark, entscheidet die Kammer. In Magdeburg trennen eine und drei Kategorien nur 15 €, in Frankfurt am Main dagegen 115 €. Die Tabelle zeigt vier Kammern im Vergleich.
| IHK | 1 Kategorie | 2 Kategorien | 3 Kategorien |
|---|---|---|---|
| IHK Magdeburg | 205 € | 215 € | 220 € |
| IHK Frankfurt am Main | 300 € | 365 € | 415 € |
| IHK Berlin | 365 € | 445 € | 445 € |
| IHK Bergisches Land | 565 € | 599 € | 599 € |
Quellen: Kammerseiten, abgerufen am 26.10.2026 (Magdeburg: Gebührentarif ab 2025). Hamburg nennt nur 390 € für alle drei Kategorien.
Nach § 34f Abs. 1 Satz 3 GewO kann die Erlaubnis auf einzelne Kategorien beschränkt werden, und die Sachkunde ist im Umfang der beantragten Erlaubnis nachzuweisen (Abs. 2 Nr. 4). Eine Besonderheit: Für Vermögensanlagen muss der schriftliche Teil zusätzlich die geschlossenen Investmentvermögen umfassen (§ 3 Abs. 2 FinVermV).
Was kostet eine Wiederholung oder ein Rücktritt?
Fällst du durch, zahlst du eine Wiederholungsgebühr. Ihre Höhe unterscheidet sich je Kammer: Die IHK Berlin verlangt die volle Gebühr (445 € in drei Kategorien), die IHK Magdeburg 75 % davon (165 € bei drei Kategorien, gerechnet aus 220 €). Erstprüfung plus Wiederholung kostet in Berlin also 890 €.
Berlin im Detail: Die Wiederholung der Vollprüfung kostet in drei Kategorien 445 €. Scheitert nur der praktische Teil, kostet dessen Wiederholung 255 €, zusammen mit der Erstprüfung 700 €. Die Beträge stehen auf der Berlin-Seite ohne Datum (abgerufen am 26.10.2026). Eine Sperrfrist gibt es dort nicht, Wiederholungen sind beliebig oft möglich.
Magdeburg im Detail: Der Gebührentarif (Stand 24. April 2025) setzt für Wiederholungs- und Nachprüfungen 75 % der aufgeführten Gebühren an. Bei drei Kategorien sind das 165 € statt 220 €, bei zwei Kategorien 161,25 €, bei einer 153,75 €. Das ist unsere Rechnung; der Tarif nennt die Wiederholungsbeträge nicht ausdrücklich.
| Fall (IHK Berlin, 3 Kategorien) | Rechnung | Gesamt |
|---|---|---|
| Erstprüfung bestanden | 445 € | 445 € |
| Gescheitert im praktischen Teil, einmal wiederholt | 445 € + 255 € | 700 € |
| Gescheitert, Vollprüfung einmal wiederholt | 445 € + 445 € | 890 € |
Zum Rücktritt: Bei der IHK Berlin fällt vor Anmeldeschluss eine Bearbeitungsgebühr von 65 € an. Danach sind es 50 % der Prüfungsgebühr, bei 445 € also 222,50 €. Trittst du nach Prüfungsbeginn ohne wichtigen Grund zurück oder bleibst du unentschuldigt fern, wird die volle Gebühr fällig. Die IHK Frankfurt am Main verlangt für den Rücktritt bis vier Wochen vor der Prüfung 30 % der Gebühr, später 50 %. Die Wiederholung des praktischen Teils kostet dort 215 €. Hamburg und Bergisches Land nennen auf den abgerufenen Seiten keine Wiederholungs- oder Rücktrittsbeträge.
Bietet jede IHK die Prüfung an?
Nein. Laut Gebührenmonitor bieten 42 von 79 IHKs die Sachkundeprüfung selbst an. Nach § 2 Abs. 1 FinVermV kannst du sie bei jeder Kammer ablegen, die sie anbietet. Wohnst du in einer Region ohne eigenes Angebot, musst du also zu einer anderen Kammer ausweichen.
Von den 42 anbietenden Kammern haben sieben im Monitor keinen vergleichbaren Preis für die drei Kategorien: Reutlingen, Ulm, Nürnberg-Mittelfranken, Neubrandenburg, Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Mittlerer Niederrhein und Dortmund. Deshalb stehen im Vergleich 35 und nicht 42 Gebühren. Die übrigen 37 Kammern bieten die Prüfung laut Monitor nicht an, oder das Angebot ist unklar.
Wie läuft die Prüfung ab, für die du zahlst?
Die Sachkundeprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil, den du nur nach bestandenem schriftlichem Teil ablegst (§ 3 Abs. 1 FinVermV). Im schriftlichen Teil brauchst du in jedem geprüften Bereich mindestens 50 Prozent der erreichbaren Punkte, im praktischen Teil insgesamt mindestens 50 Prozent (§ 3 Abs. 7 FinVermV).
Ein Durchschnitt von 50 Prozent über alle Bereiche genügt im schriftlichen Teil also nicht. Der praktische Teil simuliert ein Kundenberatungsgespräch mit dir allein.
Bei der IHK Berlin dauert der schriftliche Teil der Vollprüfung 165 Minuten, der praktische Teil als Rollenspiel in der Regel 20 Minuten. Eine Wiederholung des praktischen Teils musst du dort innerhalb von zwei Jahren nach dem bestandenen schriftlichen Teil ablegen. Anmeldeschluss ist dort in der Regel 28 Tage vor dem Prüfungstermin. Bei bestandener Prüfung stellt die IHK unverzüglich eine Bescheinigung aus.
Welche Kosten kommen nach der Prüfung noch dazu?
Nach der Prüfung beantragst du die Erlaubnis bei der zuständigen Behörde (§ 34f Abs. 1 GewO); sie setzt den Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung voraus (Abs. 2 Nr. 3). Nach Aufnahme der Tätigkeit musst du dich unverzüglich ins Vermittlerregister eintragen lassen (§ 34f Abs. 5 i. V. m. § 11a GewO). Die belegten Beträge stehen darunter.
Erlaubnis: Die IHK Frankfurt am Main führt die Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 GewO in ihrem Gebührentarif (Seite mit „Stand: Februar 2026“): 325 € für die Gesamterlaubnis mit drei Kategorien, 275 € für zwei, 225 € für eine. In Berlin sind die Ordnungsämter die Erlaubnisbehörde; die IHK-Seite nennt dafür keine Gebühr, das Serviceportal Berlin eine Spanne von 90 bis 1.740 € je Aufwand.
Register: Die Eintragung kostet bei der IHK Berlin 155 €, bei der IHK Magdeburg 105 € (Gebührentarif, Stand 24. April 2025) und bei der IHK Frankfurt am Main 55 € (Gebührentarif Nr. 14.2.1).
Versicherung: Die Mindestversicherungssumme beträgt nach § 9 Abs. 2 FinVermV 1.276.000 € je Versicherungsfall und 1.919.000 € für alle Versicherungsfälle eines Jahres, unabhängig vom Umfang der Erlaubnis (Wortlaut abgerufen am 26.10.2026).
Den Prüfungsort kannst du unter den Kammern, die die Prüfung anbieten, frei wählen (§ 2 Abs. 1 FinVermV); die Erlaubnis beantragst du dagegen bei der zuständigen Behörde (in Berlin sind das die Ordnungsämter), und die örtliche Zuständigkeit der Registerbehörde richtet sich nach Landesrecht (§ 11a Abs. 1 GewO). Die Zeilen unten sind darum eine Beispielrechnung, die alle drei Posten im Bezirk derselben Kammer ansetzt.
Zusammengerechnet ergibt das für die belegten Posten:
| Beispiel: Prüfung, Erlaubnis und Register bei | Prüfung, 3 Kategorien | Erlaubnis | Register | Summe der belegten Posten |
|---|---|---|---|---|
| IHK Berlin | 445 € | Ordnungsamt, Betrag nicht belegt | 155 € | 600 € |
| IHK Frankfurt am Main | 415 € | 325 € | 55 € | 795 € |
| IHK Magdeburg | 220 € | nicht belegt | 105 € | 325 € |
Nur Posten mit Quelle (Kammerseiten, abgerufen am 26.10.2026); ohne Versicherungsprämie und ohne Kurskosten, daher keine Gesamtkosten.
Einen Vorbereitungskurs schreiben die §§ 2 bis 4 FinVermV nicht vor; was ein Kurs kostet, hängt vom Anbieter ab. Die Lexam-Fragenbank zu § 34f umfasst 781 Prüfungsfragen und 121 Lektionen (Stand 16.10.2026). Das ist ein Angebot zum Selbstlernen, kein Versprechen, dass du bestehst. Was der Zugang kostet, steht auf Preise.
Wer braucht die Prüfung gar nicht?
Hast du eine Berufsqualifikation, die § 4 FinVermV der Sachkundeprüfung gleichstellt, musst du die Prüfung nicht ablegen. Das spart dir die Prüfungsgebühr und den Prüfungstermin. § 4 Abs. 1 FinVermV nennt unter anderem Geprüfte Bankfachwirte, Fachwirte für Finanzberatung, Bank- und Sparkassenkaufleute sowie Investmentfondskaufleute, jeweils einschließlich Vorläufer und Nachfolger.
Andere Abschlüsse zählen nur mit Berufserfahrung. Ein betriebswirtschaftliches Studium der Fachrichtung Bank, Versicherungen oder Finanzdienstleistung braucht mindestens ein Jahr Berufserfahrung in Anlageberatung oder Anlagevermittlung; ein mathematisches, wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Studium wird in der Regel mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung anerkannt. Prüfe das vor der Anmeldung, bevor du Gebühren zahlst.
Kein Abschluss, aber eine verwandte Erlaubnis oder Sachkunde? Dann entfällt der praktische Teil unter anderem bei einer auf offene Investmentvermögen beschränkten Prüfung, wenn du eine Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 oder 2 GewO besitzt, bei einer Folgeprüfung zur Erweiterung einer beschränkten Erlaubnis und bei einem Sachkundenachweis nach § 34i Abs. 2 Nr. 4 GewO (§ 3 Abs. 5 FinVermV).
Du legst dann nur den schriftlichen Teil ab. Die Teilprüfung kostet laut den abgerufenen Seiten bei der IHK Berlin 265 € (eine Kategorie) bzw. 350 € (zwei bis drei Kategorien), bei der IHK Frankfurt am Main 170 € (eine Kategorie), 190 € (zwei) bzw. 240 € (alle Kategorien), bei der IHK Bergisches Land 289 € (eine Kategorie) bzw. 410 € (zwei bis drei Kategorien) und bei der IHK Magdeburg 160 € bis 175 € je nach Zahl der Kategorien (Tarif Ziffer 4.3.2.2).
Wie bereitest du dich auf den Prüfungstermin vor?
Plane vom Anmeldeschluss deiner Kammer rückwärts: Bei der IHK Berlin ist er in der Regel 28 Tage vor dem Prüfungstermin, andere Kammern können abweichen. Im schriftlichen Teil musst du in jedem geprüften Bereich mindestens 50 Prozent der Punkte erreichen, ein Durchschnitt genügt nicht (§ 3 Abs. 7 FinVermV). Eine Wiederholung kostet eine weitere Gebühr, deshalb zählt der erste Versuch.
Alle Inhalte findest du im §34f-Prüfung-Kurs.
Willst du statt Finanzanlagen Darlehen vermitteln, erklärt der Ratgeber Darlehensvermittler werden den Weg dorthin.




