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Glossar · § 34a GewO

Brandklassen (EN 2)

Einteilung von Bränden nach dem brennenden Material: Klasse A (feste Stoffe), B (flüssige Stoffe), C (Gase), D (Metalle), F (Speisefette und -öle). Maßgeblich für die Auswahl des richtigen Löschmittels; falsches Löschmittel kann Brände verstärken.

Was die Prüfung erwartet

Im Rahmenplan zu Sachgebiet 7 stehen Brandvoraussetzungen, Brandklassen und Löschmittel in einer einzigen Zeile. Genau so prüft die IHK sie auch: als Kette vom brennenden Stoff über die Klasse zum passenden Löschmittel. Verlangt ist dabei Zuordnen und einsatzorientiertes Anwenden, nicht das Aufsagen einer Liste. Typische Prüfungsszenarien:

  • Welcher Klasse gehört brennendes Erdgas an?
  • Welcher Löscher passt zu einem Metallbrand?
  • Warum fehlt in der Reihe die Klasse E?

So funktioniert es

Die Einteilung stammt aus der europäischen Norm DIN EN 2. Sie ordnet Brände in fünf Klassen, und das Kriterium ist allein die Natur des Brennstoffs — nicht Größe, Ort oder Temperatur des Feuers. Klasse A umfasst Brände fester Stoffe, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen, Klasse B Brände flüssiger oder flüssig werdender Stoffe, Klasse C Brände von Gasen, Klasse D Brände von Metallen. Klasse F deckt Speiseöle und -fette in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen ab. Für Brände an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln weist DIN EN 2 keine eigenständige Klasse aus — deshalb springt die Reihe von D direkt zu F.

Aus der Brandklasse folgt das Löschmittel. Weil brennbare Stoffe nach Brandklassen eingeteilt werden, kommen unterschiedliche Löschmittel zur Anwendung, und ein universell verwendbares Löschmittel gibt es nicht. Metallbrände der Klasse D lassen sich nur mit Metallbrandlöschpulver löschen; ein Löscher einer anderen Brandklasse ist dort ausgeschlossen, weil er eine starke Brandbeschleunigung bis hin zur Explosion hervorrufen kann.

Beispiel aus dem Dienst

Auf der Nachtstreife durch eine Metallverarbeitung siehst du in einer Späneschütte Glut aufglimmen: Magnesiumspäne. Am Pfeiler daneben hängt ein ABC-Pulverlöscher. Genau den lässt du hängen. Die Späne gehören zur Brandklasse D, und ein Löscher einer anderen Klasse kann den Brand stark beschleunigen, bis hin zur Explosion. Du holst den Metallbrandlöscher aus der Halle, alarmierst nach der Brandschutzordnung des Objekts und hältst den Bereich frei.

Nicht zu verwechseln mit …

Das Branddreieck beschreibt, warum etwas brennt: brennbarer Stoff, Sauerstoff und Zündenergie müssen zusammentreffen, fällt einer weg, erlischt das Feuer. Die Brandklasse beantwortet die andere Frage, nämlich was brennt — sie sagt nichts über die Entstehung, bestimmt aber, welches Löschmittel taugt und welches den Brand noch beschleunigt.

Typischer Fehler in der Prüfung

Der ABC-Pulverlöscher gilt vielen als Alleskönner. Er deckt aber genau die Klassen A, B und C ab, nicht die Klasse D. Auch CO₂ ist kein Universallöschmittel: Bei Metallbränden ist es gefährlich, und Wasser reagiert mit Natrium oder Kalium explosionsartig.

Rechtsstand: September 2026

Weiterlesen auf der Prüfungsseite Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO).

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