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Glossar · § 34a GewO

Totmannschaltung

Sicherheitssystem, das in regelmäßigen Abständen eine Aktivierung durch den Wachmann erfordert. Erfolgt keine Bestätigung, wird Alarm ausgelöst. Schützt allein arbeitende Wachmänner vor Bewusstlosigkeit oder Überfall ohne Notruf.

Was die Prüfung erwartet

Die IHK prüft, ob du weißt, wie die Totmannschaltung allein arbeitende Wachleute automatisch schützt: Bleibt eine erwartete Rückmeldung aus, löst sie selbstständig Alarm aus. Der Rahmenplan führt das Stichwort 'Einzelarbeitsplatzüberwachung (Totmannschaltung)' im Bereich der Sicherheitstechnik, direkt neben Notruf- und Serviceleitstelle. Typisches Prüfungsszenario: ein gestürzter, bewusstloser Wachmann ohne eigenen Notruf.

So funktioniert es

Was die Praxis Totmannschaltung nennt, unterscheidet die Fachterminologie in zwei automatische, willensunabhängige Auslösearten: Der Zeitalarm löst aus, wenn du eine angeforderte Quittierung nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit gibst, der Ruhealarm zusätzlich, wenn du dich eine vorgegebene Zeit lang nicht bewegst. Beide ergänzen die willensabhängige Auslösung per Tastendruck am Personen-Notsignal-Gerät (PNG), das du bei der Alleinarbeit am Körper trägst.

Alle drei Wege laufen in derselben Personen-Notsignal-Empfangszentrale zusammen. Rechtlich trägt das § 7 DGUV Vorschrift 23: Der Unternehmer muss sicherstellen, dass das Wach- und Sicherungspersonal überwacht wird, wenn sich bei Sicherungstätigkeiten besondere Gefahren ergeben können — die Totmannschaltung ist eine technische Umsetzung dieser Pflicht bei Alleinarbeit.

Beispiel aus dem Dienst

Beim nächtlichen Kontrollgang durch ein leeres Lagergelände rutschst du aus und bleibst bewusstlos liegen. Weil die vorgegebene Zeit für die nächste Quittierung an deinem Personen-Notsignal-Gerät verstreicht, ohne dass du reagierst, löst das Gerät automatisch einen Zeitalarm aus — zusätzlich erkennt es deine Bewegungslosigkeit und meldet einen Ruhealarm. Beide Signale laufen in der Empfangszentrale zusammen, die Hilfe zu dir schickt, obwohl du selbst keinen Notruf absetzen konntest.

Nicht zu verwechseln mit …

DGUV Vorschrift 23 regelt als Unfallverhütungsvorschrift für das Bewachungsgewerbe weit mehr als Alleinarbeit: Eignungsanforderungen, Unterweisungspflichten, Ausrüstung und Kommunikation des gesamten Wachpersonals. Die Totmannschaltung ist innerhalb dieses Rahmens nur ein einzelnes technisches Gerät, das ausschließlich die Überwachung bei Alleinarbeit betrifft.

Typischer Fehler in der Prüfung

Videoüberwachung oder ein Wächterkontrollsystem werden oft mit der Totmannschaltung verwechselt: Kameras zeichnen nur auf und lösen ohne Auswertung keinen Notruf aus, ein Wächterkontrollsystem zeigt eine Lücke erst nachträglich im Protokoll. Nur die Totmannschaltung meldet in Echtzeit, auch wenn du selbst nicht mehr aktiv reagieren kannst.

Rechtsstand: September 2026

Weiterlesen auf der Prüfungsseite Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO).

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