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Glossar · § 34a GewO

Wächtergang

Kontrollrunde des Wachmanns auf dem zu sichernden Gelände oder im Objekt nach festgelegtem Plan oder stochastisch. Wird oft mit elektronischen Wächtergangsystemen (Transponder oder NFC) dokumentiert. Dient der Lückenerkennung und Abschreckung.

Was die Prüfung erwartet

Die IHK prüft im Sachgebiet 5 dein Verständnis der DGUV Vorschrift 23 (Unfallverhütungsvorschrift Wach- und Sicherungsdienste) — der Rahmenplan übernimmt deren Paragrafenüberschriften als Prüfungsstoff, darunter die Übernahme von Wach- und Sicherungsaufgaben und die Überprüfung zu sichernder Objekte.

So funktioniert es

Hinter deinem Wächtergang steht § 6 DGUV Vorschrift 23 mit zwei getrennten Bestimmungen. Die erste richtet sich ausdrücklich an deinen Unternehmer: Er darf Wach- und Sicherungsaufgaben nur übernehmen, wenn vermeidbare Gefahrstellen im jeweiligen Objektbereich beseitigt oder ausreichend abgesichert werden. Die zweite ist unpersönlich gefasst — Sicherungsumfang und -ablauf einschließlich vorgesehener Nebentätigkeiten müssen schriftlich festgelegt werden. Genau diese Festlegung ist der rechtliche Kern dessen, was du im Alltag Wächtergang nennst; die Vorschrift selbst nennt dieses Wort nicht, sie spricht vom Sicherungsablauf. Als Wachperson führst du den festgelegten Ablauf aus, Route und Takt bestimmst du nicht eigenständig.

Ergänzend muss der Unternehmer sicherstellen, dass die zu sichernden Objekte regelmäßig auf Gefahren geprüft werden, und darüber Aufzeichnungen führen lassen — bei besonderem Anlass sogar unverzüglich. Auch dein Verhalten während der Kontrolle regelt er per Dienstanweisung, etwa das Weitermelden von Mängeln und besonderen Gefahren.

Beispiel aus dem Dienst

Bei deinem nächtlichen Rundgang durch ein Logistikzentrum folgst du der Route aus dem schriftlich festgelegten Sicherungsablauf: Halle für Halle, in festgelegter Reihenfolge. An einem Seitentor bemerkst du ein aufgebrochenes Vorhängeschloss. Statt selbst zu entscheiden, wie es weitergeht, meldest du den Mangel sofort gemäß Dienstanweisung an die Einsatzzentrale und sicherst die Stelle, bis dir Anweisungen erteilt werden. Die restliche Route setzt du danach wie vorgegeben fort.

Nicht zu verwechseln mit …

Dienstanweisung ist die schriftliche oder mündliche Weisung deines Arbeitgebers oder Auftraggebers an dich über Aufgaben, Verhalten und Vorgehensweise im Dienst, rechtsverbindlich im Rahmen des Direktionsrechts. Die schriftliche Festlegung von Sicherungsumfang und -ablauf für deinen Wächtergang ist eine eigene Bestimmung der DGUV Vorschrift 23 und steht daneben, nicht als Teil der Dienstanweisung.

Typischer Fehler in der Prüfung

Prüflinge unterstellen der Wachperson selbst die Pflicht, Route und Ablauf eines Wächtergangs festzulegen. Nach der DGUV Vorschrift 23 müssen Sicherungsumfang und -ablauf schriftlich festgelegt werden — die Wachperson führt den festgelegten Sicherungsablauf aus, statt ihn im Dienst selbst zu bestimmen.

Rechtsstand: September 2026

Weiterlesen auf der Prüfungsseite Bewachungsgewerbe (§ 34a GewO).

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