Glossar · § 26a WEG
COP (Leistungszahl)
Coefficient of Performance: Verhältnis von Heizleistung zu elektrischer Antriebsleistung einer Wärmepumpe unter genormten Prüfbedingungen (Momentwert auf dem Prüfstand); im Unterschied zur Jahresarbeitszahl, die den realen Jahresbetrieb abbildet.
Was die Prüfung erwartet
Im Prüfungskatalog steht der COP nicht einmal namentlich: Die Anlage 1 zur ZertVerwV verzeichnet unter 4.2 lediglich das Feld „Haustechnik", ohne eine einzelne Kennzahl zu benennen. Die IHK prüft deshalb nicht Formel oder Grenzwert, sondern ob du erkennst, dass ein im Datenblatt beworbener COP nur ein Laborwert ist und nichts über die tatsächliche Effizienz einer eingebauten Anlage aussagt.
So funktioniert es
Der COP (Coefficient of Performance) beschreibt das Verhältnis von abgegebener Heizleistung zu aufgenommener elektrischer Antriebsleistung einer Wärmepumpe. Hersteller ermitteln ihn unter genormten Prüfbedingungen an einem einzelnen Betriebspunkt — er ist damit ein Momentwert auf dem Prüfstand, keine Messung aus dem laufenden Betrieb eines Gebäudes.
Einen eigenen Rechtsfakt zum COP liefert das Gebäudemodernisierungsgesetz nicht: Weder der Begriff noch eine Berechnungsvorschrift kommen darin vor. Auch die Anlage 1 zur ZertVerwV benennt unter 4.2 nur den Prüfungsgegenstand Haustechnik, nicht den COP selbst — belegt ist damit die Prüfungsrelevanz dieses Prüfungsgegenstands, nicht die technische Kennzahl.
Beispiel aus der Verwaltung
Bei der Angebotsvergabe für eine neue Wärmepumpe legen dir zwei Fachbetriebe ihre Datenblätter vor: Anbieter A wirbt mit einem COP von 4,8, Anbieter B nennt keinen COP, sondern eine für das konkrete Gebäude berechnete Jahresarbeitszahl von 3,6. Für die Versammlung erklärst du, dass der COP nur den Herstellerprüfstand abbildet, während die Jahresarbeitszahl die zu erwartende Effizienz im eigenen Haus über ein ganzes Jahr zeigt — und deshalb die verlässlichere Vergleichsgröße für die Kaufentscheidung ist.
Nicht zu verwechseln mit …
Die Jahresarbeitszahl bildet den realen Betrieb der eingebauten Anlage über ein Jahr ab und ist damit die Kennzahl, an der sich die tatsächliche Effizienz im Gebäude ablesen lässt. Der COP bleibt ein Herstellerwert vom Prüfstand: Für die Kaufentscheidung taugt er nur als grobe Orientierung, nicht als Zusage für den späteren Betrieb.
Typischer Fehler in der Prüfung
Viele setzen COP und Jahresarbeitszahl gleich, weil beide Wärme im Verhältnis zu Strom messen. Der Unterschied liegt im Zeitraum: Der COP gilt für einen einzelnen Betriebspunkt auf dem Prüfstand, die Jahresarbeitszahl für den gesamten realen Jahresbetrieb — und liegt in der Praxis meist niedriger als der beworbene COP.
Quellen
- Anlage 1 ZertVerwV – Prüfungsgegenstände · abgerufen 2026-09-05
Rechtsstand: September 2026
Weiterlesen auf der Prüfungsseite Immobilienverwalter (§ 26a WEG).
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